Verkehrsunfall LKW, Person eingeklemmt

Datum: Juni 23, 2020 
Alarmzeit: 15:35 Uhr 
Art: THL 4 
Einsatzort: BAB A94 
Fahrzeuge: Florian Poing 11/1, Florian Poing 40/1, Florian Poing 41/1, Florian Poing 61/1, VSA, Ölspuranhänger 
Weitere Kräfte: Abschleppunternehmen, Autobahnmeisterei, FF Parsdorf-Hergolding, Kreisbrandinspektion, Notarzt, Polizei, Rettungsdienst, Rettungshubschrauber, THW Markt Schwaben Fachberater 


Einsatzbericht:

Unter dem Alarmstichwort “THL 4” schickt uns die Leitstelle auf die A94. Zwischen den Ausfahrten Parsdorf und Anzing hat sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein PKW bleibt aufgrund einer Panne auf dem Standstreifen stehen. Aus ungeklärter Ursache erfasst ihn ein LKW. Der LKW kommt auf die Böschung ab, kollidiert dort seitlich an einer Brücke rutscht zurück auf die Fahrbahn und bleibt dort auf der Seite liegen.

Als wir eintreffen, ist der leicht verletzte Fahrer des PKW bereits in einem Rettungswagen versorgt. Die Kameraden der FF Parsdorf-Hergolding übernehmen die Rettung des LKW Fahrers mit Rettungschere, Spreizer und Hydraulikstempel. Er wird mit schweren Verletzungen vom Rettungshubschrauber in eine Klink geflogen.

Vom Einsatzleiter bekommen wir den Auftrag uns um Brandschutz, die LKW Ladung und dessen Kraftstofftank zu kümmern. Provisorisch wird der beschädigte Diesel-Tank mit Keilen und Leckdichtpaste verschlossen und der nachtropfende Kraftstoff in einer Wanne aufgenommen. Da sich insgesamt über 800l Kraftstoff im Fahrzeug befinden ist ein Abpumpen notwendig, um so eine Gefährdung der Umwelt möglichst gering zu halten.

Dank des neuen Rüstwagens haben wir eine Membranpumpe vor Ort, mit der der Kraftstoff ein einen sog. IBC Behälter umgepumpt und dann abtransportiert wird.

Parallel erkunden wir die Ladung des LKW. Da seitlich ein klein wenig weiße Flüssigkeit ausläuft und wir auf der Straße eine Gefahrgutkennzeichnung finden, gehen wir vom “worst case” aus und öffnen – gesichert durch 3 fachen Brandschutz und Atemschutz – ganz vorsichtig den Auflieger. Zu unserer Erleichterung finden wir dort nur leere Milch-Pfandflaschen vor. Nachher erfahren wir, dass die Gefahrgutkennzeichung beim Aufprall aus des Führerhaus auf die Straße gefallen ist.

Nachdem kein Kraftstoff mehr im Fahrzeug ist, können wir den Einsatz nach knapp 3 Stunden beenden. Das Aufrichten des LKWs und dessen Abtransport wird von einer Spezialfirma übernommen und noch einige Stunden andauern.

Im Gegensatz zu anderen Einsätzen haben wir diesmal auf der Anfahrt die fast perfekte Rettungsgasse vorgefunden und konnten problemlos bis zur Einsatzstelle durchfahren. Danke an alle Verkehrsteilnehmer dafür!

Ein Einsatz in der Größe wird natürlich auch in der Presse berichtet. Folgende Artikel haben wir dazu gefunden: